5. Werkkonzert
David Orlowsky Trio
29. März 2012, 20:00 Uhr
Seine Premiere mit Orchester gibt das gefeierte David Orlowsky Trio natürlich mit der Württembergischen Philharmonie, schließlich stammt nicht nur Orlowsky selbst, sondern auch Bassist Florian Dohrmann aus Tübingen. Die Echo-Preisträger des Jahres 2008 in der Kategorie „Klassik ohne Grenzen“ werden eigens für dieses Konzert Kompositionen aus dem eigenen Repertoire arrangieren.
"Es gibt solche Abende", schwärmte die Stuttgarter Zeitung: "Man hört nur ein paar Takte - und man ist komplett weg, versinkt in der Musik und taucht nur langsam wieder auf (...) Für das, was die drei Musiker und ihre ganz eigenen Klangfarben von Klezmer, osteuropäischen Volksmelodien, Jazz und moderner Klassik bewirken, gibt es leider nur abgegriffene Vokabeln: Sie verzaubern ihr Publikum, ziehen es in ihren Bann. Nach jedem Bulgar, dem klassischen Klezmer-Tanz, brandet sofort Beifall auf, mit so viel Kraft und Esprit heizt Orlowsky seinen Musikern ein, wechselt beständig Tempo und Rhythmik, lässt sein Instrument jubeln und kreischen. Seinen Lehrer und Mentor aus Jugendzeiten, Giora Feidmann, hört man, ohne dass er ihn nur nachahmt und dass er in seiner Zugabe augenzwinkernd den Jungschar-Klassiker "Hevenu Shalom" einflicht, ist charmant.
Doch kaum hat man sich innerlich eingetanzt auf die Klezmer-Rhythmen, ist man wieder in ganz anderen Klängen, in einem sanft geblasenen Walzer, in Gitarrenreisen zwischen Spanien und Russland, im Bass-Zwischengebiet von Jazz und Blues. Und in diesem Dazwischen liegt auch das Besondere: In den Verbindungen der musikalischen Stilrichtungen, in der blinden Übereinstimmung des Trios, im Verschmelzen David Orlowskys mit seinem Instrument. Gut gemachte Musik auf höchstem technischen Niveau, das bekommt man öfter zu hören. Aber dass ein Musiker so in seiner Musik aufgeht, seine Musik ist, erlebt man selten. Manchmal gibt es solche Abende." (Stuttgarter Zeitung 09.11.09)
"Bei David Orlowsky scheint sich die Klarinette in ein menschliches Wesen zu verwandeln." (Hamburger Abendblatt 15.04.10)
“Behutsam rühren sie die einzelnen Saiten kaum an, es wird mucksmäuschenstill im Saal. Und dann lässt Orlowsky seine Klarinette singen, klagen. So traurig, dass man wünscht, er höre auf, bevor das Publikum in kollektiver Depression versunken ist. So schön, dass man wünscht, er höre gar nicht mehr auf.” (Kölner Stadtanzeiger 09.11.09)



