Johannes Klumpp

Es bedarf eines Dirigenten, der diesen Brückenschlag zwischen den Genres und Epochen „kann“:
Johannes Klumpp (...) schiebt Klischees in die historische Ecke. Auf diese Weise klingen Grieg,
Skalkottas, Bartók oder Mozart (...) völlig neu im Temperament, in der Direktheit, in ihrem rasanten
Klangzauber. - Westdeutsche Allgemeine Zeitung


Der in Stuttgart geborene Johannes Klumpp, erlernte neben einem Violastudium sein Handwerk unter
Prof. Nicolás Pasquet und Prof. Gunter Kahlert in Weimar. 2007 machte erstmals mit einem 2. Platz
beim Dirigentenwettbewerb Besançon international auf sich aufmerksam. Es folgten Auszeichnungen
beim Deutschen Hochschul-wettbewerb „in memoriam Herbert von Karajan“, bei dem er sowohl mit
dem Ersten als auch einem Sonderpreis geehrt wurde, sowie 2011 beim Deutschen
Dirigentenwettbewerb. Meisterkurse bei namhaften Dirigenten wie Kurt Masur, Gennady
Rozhdestvensky und Michail Jurowski rundeten seine künstlerische Ausbildung ab, während derer
Johannes Klumpp als „Maestro von Morgen“ vom deutschen Musikrat gefördert wurde.


Eine rege Konzerttätigkeit führt Johannes Klumpp derweil zu renommierten Orchestern, darunter das
Konzerthausorchester Berlin, die Düsseldorfer Symphoniker, die Dresdner Philharmonie, das WDR
Funkhausorchester Köln, das Staatsorchester Stuttgart, die Münchener, Stuttgarter und Nürnberger
Sinfoniker, das Russian Philharmonic Orchestra sowie die Kammerakademie Potsdam. Seine jüngste
Einspielung mit dem Stuttgarter Kammerorchester und dem Fagottisten Matthias Rácz mit Werken
von Françaix, Tomasi, Jolivet und Villa-Lobos wurde von der Kritik hochgelobt.


Auch in der Oper wird Johannes Klumpp - als „Sängerdirigent par exellence“ von der Presse
gepriesen – sehr geschätzt. Zuletzt erhielt sein Figaro am Tiroler Landestheater Innsbruck im Winter
2016/17 große Beachtung. Insbesondere dem Werk Mozarts fühlt sich Klumpp eng verbunden;
gleichzeitig umfasst sein vielfältiges Musiktheater-Repertoire bereits seit seiner Zeit als Erster
Kapellmeister des Musiktheaters im Revier in Gelsenkirchen Werke von Händels Flavio und
Monteverdis Lamenti bis hin zu Verdis Aida, Puccinis Manon Lescaut, Nicolais Die Lustigen Weiber
von Windsor und Gounods Faust.


Seit der Saison 2013/2014 arbeitet Johannes Klumpp als Chefdirigent und Künstlerischer Leiter mit
den jungen Musikern des Folkwang Kammerorchesters Essen. Seitdem konnte er die Aufmerksamkeit
für das Orchester kontinuierlich steigern und dessen Profil schärfen. Auch hier legt er einen
besonderen Schwerpunkt auf das Werk Mozarts, dem er eine ganze Konzertreihe widmet. Im Rahmen
der Reihe ExtraKlang – veranstaltet im Weltkulturerbe Zeche Zollverein – entwickelt Johannes Klumpp
innovative Programmformate, für die er unter anderem Kooperationen mit bekannten Persönlichkeiten
wie dem Publizisten Roger Willemsen, dem Schauspieler Rufus Beck oder dem Oscar-nominierten
Komponisten und Pianisten Hauschka entwickelte.


Auch die Form des moderierten Konzertes nutzt Johannes Klumpp regelmäßig, um den Dialog mit
dem Publikum zu fördern. Er ist überzeugt: „In der heutigen Zeit müssen wir den Menschen den Weg
zu dem, was wir so sehr lieben, zeigen. Sie über die Schwelle führen.“ Dies gelingt auch äußerst
eindrücklich in Sachsen-Anhalt, wo er 2013 zum künstlerischer Leiter der Sommer Musik Akademie
Schloss Hundisburg ernannt wurde. Zusammen mit seinem Team ermöglicht er dort in einem
ländlichen Umfeld fern der Kulturmetropolen herausragende Musikerlebnisse.


In der Saison 2017/2018 gastiert Johannes Klumpp unter anderem bei der Nordwestdeutschen Philharmonie, beim Göttinger Symphonieorchester, dem Hessischen Staatsorchester, den Münchner
Symphonikern und dem MDR Sinfonieorchester Leipzig.




08.03.2018
Voice of Hope (Leitung)


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