Login

Erwartungen

14. – 18. März 2020
Johannes Brahms, Violinkonzert D-Dur op. 77
Joseph Haydn, Sinfonie
Dmitri Schostakowitsch, Sinfonie Nr. 9 Es-Dur op. 70

Veronika Eberle, Violine
Jamie Phillips, Leitung

25 Jahre musste der Geiger Joseph Joachim warten, bis ihm sein Freund Johannes Brahms endlich ein Violinkonzert komponierte. Es wurde ein Meilenstein der Violinliteratur und ist nun mit der Geigerin Veronika Eberle zu erleben. Internationale Aufmerksamkeit erlangte sie 2006 im ausverkauften Festspielhaus der Salzburger Osterfestspiele in einem Konzert mit den Berliner Philharmonikern unter Simon Rattle, wo sie mit Beethovens Violinkonzert begeisterte. Weitere Glanzlichter folgten mit den New Yorker Philharmonikern, dem Los Angeles Philharmonic Orchestra, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem NHK-Symphonieorchester und dem Philharmonischen Orchester Rotterdam.
Als Schostakowitsch gegen Ende des 2. Weltkriegs eine neue Sinfonie ankündigte, waren die Erwartungen des Sowjetregimes an den Komponisten hoch: Natürlich sollte es eine große Siegessinfonie werden, möglichst mit mächtigem Chor-und Orchesterapparat. Schließlich handelte es sich auch noch um seine Neunte – eine seit Beethoven mit Mythen behaftete Zahl! Was Schostakowitsch dann allerdings lieferte, war ein nicht einmal halbstündiges, von offenkundigem Spott und mutwillig naiv-trivialen Tönen durchdrungenes „klassizistisches“ Werk.

Konzept und Programmierung: Landsiedel | Müller | Flagmeyer