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Yang Jing

Pipa

„Yang Jings Musik verbindet einen tiefen kulturellen Hintergrund und eine extreme Kraft des Musikverständnisses mit einer virtuosen Technik. Explodierend vor Kreativität feiert sie das Kommen einer neuen Ära in der Musik.“ (Music Weekly, China, 1996). Frau Yang fand ihren unverwechselbaren musikalischen Charakter durch Studien der antiken Stücke einer alten Kultur und zeitgenössischer Musik. Verwurzelt in der Jahrtausende alten Tradition der chinesischen Musik, baut sie auf ein riesiges Amalgam der Musikgeschichte aus Ost und West auf. Die Folgen sind manchmal musikalische Poesie, mal kraftvoll unerhörte Klänge. Ihre Konzerte können in den verschiedensten Formen, Solo-, Kammer-, Orchester- oder Improvisations-Konzerte in den großen Konzertsälen der ganzen Welt gehört werden. Nach zwölf Jahren mit dem China National Orchestra brachte sie ihre Solo-Karriere auf die Musikbühnen der Welt: An der Suntory Hall in Tokyo spielte sie im Jahre 1999 die Uraufführung von Minoru Miki's „Pipa Concerto“ mit dem Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra unter der Leitung von Naoto Ohtomo ( CD: Pipa Concerto. Camerata Tokyo 2004). Sie spielte dieses Konzert auch mit dem Osaka Century Orchestra unter der Leitung von Kazuhiro Koizumi und mit dem Nagoya Philharmonic Orchestra unter der gleichen Leitung, mit dem Kansai Philharmonic Orchestra unter Taijiro Iimori, mit dem China Philharmonic Orchestra unter Yang Yang, mit dem Honolulu Symphony Orchestra unter Samuel Wong und mit dem Orchestra Asia geleitet von Bum Park Hoon und mit weiteren Orchestern. Eine Variante dieses Konzerts hat sie mit dem Zürcher Kammer Orchster, dem Chamber Orchestra Kremlin in Moskau und anderen Orchestern gespielt. Anlässlich der „Last Night of the Proms 1999“ spielte sie die Uraufführung von Julian Philips Pipa Konzertes „Formal Introductions“ mit dem BBC National Orchestra of Wales unter der Leitung von Grant Llewellyn. In 2003 spielte sie die Uraufführung von Mo Fan's Pipa Konzert „Ballade of the eternal Sorrow“ mit dem Tokyo Geidai Symphony Orchestra mit Dirigent Kotaro Sato in Tokio, Japan und in Boston, USA mit dem Boston Symphony Orchestra Newton von Jeffrey Rink geleitet. „...Yang Jing ist auf der Pipa in der Tat ein Virtuose von Heifetz-ähnlicher Qualität ...“ ( The Sunday Telegraph 1 / 5 Yang Jing - Pipa Solistin/ Komponistin , London). Sie spielte an Uraufführungen weiterer Konzerte: „Spring, River and Flowers on a Moonlit Night “ von Wen Deqing, „Mozart in China“ von Daniel Schnyder; „Singing Hands“ von Thüring Bräm; „ Through the Balkan with Pipa “ von Eskandar Bekmambetov, „ Winter in Moscow“ von sich selbst mit verschiedenen Orchestern in den USA, Russland, Japan, China, Indien, der Schweiz und Deutschland. Maestro Kurt Masur drückte seine Bewunderung aus für ihr virtuoses Spiel in der Premiere von Miki's „Memory of the Earth“ mit dem Yomiuri Nippon Symphony Orchestra in der Suntory Hall in Tokio im Oktober 2000. Auf ihren Konzertreisen durch ganz Europa, Nordamerika und Asien spielte sie auch an Orten wie der Carnegie Hall in New York, dem Barbican Centre in London, der Suntory Hall in Tokyo, der Jerusalem Concert Hall in Israel und im Goldenen Saal in Wien. „Hier vereinen sich das Spiel der grossartigen Pipa-Virtuosin Jing Yang und des europäischen Klangkörpers zu einer beeindruckenden Synthese.“ (Tages-Anzeiger, 2006) Weiter spielte Sie an den Uraufführungen von Miki's Oper „The Tale of Genji“, 2000 am Operntheater von Saint Louis und 2001 am Nissay Theatre in Tokyo „... trug viel vom musikalischen Gewicht, spielte mit erstaunlicher Ausstattung. “ ( The Washington Post , 2000). In Miki's Oper „Ai-en“ (Übersetzung: „Für die Liebe sterben“), uraufgeführt am New National Theatre in Tokio 2006 und am Heidelberger Operntheater, Deutschland 2010 wurde Yang Jing und ihre Pipa als Highlight auf der Opernbühne vorgestellt. 2 / 5 Yang Jing - Pipa Solistin/ Komponistin „Jing Yang schlägt Funken aus ihrer Pipa, zunächst im Orchester, später auf der Bühne, ein grosses, grossartiges Solo, für das die restliche Story plötzlich still zu stehen scheint. “ ( Opernwelt, 2006) „ ... Als Yang Ying ihre einzigartige Solo intonierte, hielt das Publikum den Atem an um jeden exotischen Klang einzufangen ... “ ( Mainpost , Deutschland 2010) „ ...Jing Yang, eine Virtuosin der Pipa, und vor allem die anrührend fremden Klänge dieses mal harfen-, mal mandolinenähnlichen Instrumentes wirken lange nach. Sie allein sind den Besuch von "Ai-En" schon wert.“ ( Stuttgarter Nachrichten , 2010) Vor allem auf der klassischen und zeitgenössischen Bühne zu Hause, trägt Yang Jing ihre musikalische Vielseitigkeit auch in den Jazz: Sie hat mit dem legendären Schlagzeuger Max Roach und dem Saxophonisten Arnie Laurence gespielt (auf Tourneen in China und Israel /Jerusalem International Music Festival 2003); mit dem Schlagzeuger Pierre Favre arbeitete sie als Duo 7 Jahre. Dabei entstanden zwei CDs, „Moments“ und „Two in One“. Mit dem Swiss Jazz Quintett spielte sie das Abschlusskonzert der Shanghai Jazz Festival „Jazzy Shanghai 2006 “. „Yang Jing holt aus ihrer Pipa, eine chinesische Laute, viel mehr heraus, als es die Tradition vermittelt...Da gab es knallige Effekte, luftige Flageolettklänge und durch lyrische Tremoli erzeugte Kantilenen voller Farbe.“ ( Neue Zuger Zeitung , Schweiz). „... rückte die Exotik nach kurzer Einhörphase in den Hintergrund. Weit interessanter nämlich war, wie es die beiden dynamisch wie klanglich derart unterschiedlichen Instrumente schafften, gemeinsam Geschichten zu erzählen.“ ( Tages Anzeiger , Schweiz) 3 / 5 Yang Jing - Pipa Solistin/ Komponistin In ihrem Bestreben, die Grenzen der klassischen Musik auszuloten, trat sie in Zusammenarbeit mit Wolfgang Sieber (Orgel): Die Konzertreihen und DVD „Pipa und Pipes“ geben Zeugnis von einem erweiterten Verständnis der barocken sakralen Musik. Dialoge mit traditioneller Schweizer Musik: mit Tobi Tobler (Hackbrett); Zusammenschluss mit Rock Gitarrist Christy Doran „Jimi Hendrix auf Pipa“; mit der Sängerin Greetje Bijma „Peony and Tulips“ ; sie spielte auch mit Big Bands. Yang Jing gründete Ensembles und komponiert für sie: „Qing Mei Jing Yue“ das erste Quartett mit chinesischen traditionellen Instrumenten (1996, Beijing, China), welches Kammermusik spielt (CD „Evening Poem“ ); „Asia Ensemble“ (2001, Tokyo mit Minoru Miki) Das Ensemble setzt sich zusammen aus japanischen, chinesischen, mongolischen und koreanischen Solisten auf traditionellen Instrumenten, (CD „Origin“ ); „Different Song“ (2007 Schweiz, Jazz), „First European Chinese Ensemble“ (2008 Schweiz), einem Ensemble, in welchem sich chinesische und europäische Instrumente mischen .“ … Sie betont den Rhythmus und holt immer wieder neue, bislang nie gehörte Klangmuster und Akzente hervor. Das Ensemble (First European Chinese Ensemble ZHdK) breitet einen anund abschwellenden Klangteppich in verschiedenen Stimmungslagen aus, heftig, aufgewühlt, eruptiv, abwechselnd mit sanften, fast sphärischen Schwingungen. Das alles wickelt sich mit solcher Selbstverständlichkeit ab, dass sich das Publikum kaum bewusst wird, welche Präzision und Disziplin hier wirksam werden.“ ( Zofinger Tagblatt , 2009) Mit dem " Yang Jing & Yui Ensemble '(Tokio seit 2001) gewann sie den Preis für Folklore am International Chamber Music Competition und Festa 2003 in Osaka. 4 / 5 Dass die Pipa-Solistin Yang Jing als “Rückgrat der heutigen chinesischen Musik” (China Daily, 23. April 2001) bezeichnet wird, hat seinen guten Grund: Schon mit dreizehn Jahren spielte sie im Orchester der Henan Oper, studierte am Konservatorium in Schanghai Pipa und Komposition und avancierte 1986 zur Solistin im chinesischen Nationalorchester, dem sie zwölf Jahre treu blieb. Früh erntete sie die höchsten nationalen Auszeichnungen, ebenfalls die Goldmedaille und das “Höchste Künstlerische Ehrendiplom” am 13. Weltjugendfestival. Im letzten Jahr ihres Studiums wurden ihr für ihre zwei bahnbrechenden Kompositionen “Jiu Lian Yu” und “Pin Su” je die höchsten Auszeichnungen für Komposition und Aufführung – insgesamt vier Preise - im gleichen Wettbewerb verliehen, eine Leistung, die weder früher noch später je erreicht wurde. Für ihre Komposition “Tanz entlang der Alten Seidenstrasse” gewann sie 1993 - wiederum gleichzeitig - die höchsten nationalen Preise für Komposition und für ihr virtuoses Spiel. Diese Komposition wurde zum Pflichtstück für den nationalen Pipa-Wettbewerb 2004 gewählt. Diese und andere Solo-Kompositionen wurden 2004 gleichzeitig als CD, als DVD und als Noten- und Lehrbuch veröffentlicht. 2002 gewann sie mit dem Yui Ensemble den Spezialpreis am Internationalen Wettbewerb der Kammermusik in Osaka. 1992 wurde Frau Yang ins “Who’s Who” der chinesischen Kunst aufgenommen. Seit 1997 vervollkommnet sie ihre Komponistinnenlaufbahn in Japan bei Minoru Miki und seit 1998 wird sie durch die renommierte Agentur “Japan Arts” vertreten. Ihre Konzerttourneen führten sie unter anderen in die Carnegie Hall in New York, die Suntory Hall in Tokyo, den Goldenen Saal des Musikvereins Wien und die Barbican Hall in London. Die Pipakonzerte, die sie mit Orchestern wie dem Tokyo Metropolitan Symphonie Orchester unter Naoto Ohtomo (CD: Minoru Miki: Pipa Concerto. Camerata Tokyo 2004), dem Yomiuri Nippon Symphonie Orchester unter Kurt Masur, dem BBC Symphonie Orchester von Wales unter Grant Llewellyn, der Honolulu Symphonie unter Alastair Willis, dem Boston Newton Symphonie Orchester unter Jeffrey Rink, der China Philharmonie unter Yang Yang oder dem Zürcher Kammerorchester unter Martin Lukas aufführte, wurden von Komponisten wie Minoru Miki, Julian Philips oder Mo Fan speziell für sie geschrieben. Ihre Offenheit erlaubt ihr, mit verschiedensten Ensembles zu spielen: Sie gründete 1996 “Qing Mei Jing Yue”, das erste chinesische Konzert-Quartett mit weiblichen Solistinnen, spärer kamen andere Formationen dazu: seit 2002 ist sie die musikalische Leiterin des “Asia Ensemble” in Tokyo und tritt regelmässig mit dem “Yui Ensemble” auf. Seit vielen Jahren kreiert sie mit dem Schweizer Perkussionisten Pierre Favre, mit dem sie die CDs “Moments” und “Two in One” (Intakt CD 114, 2006) produzierte, immer wieder neue Klangwelten. Die Verbindung der chinesischen mit den kreativen wie den traditionellen Formen der westlichen Musik übt einen besonderen Reiz auf sie aus. Im Februar 2006 brillierte sie in Minoru Mikis neuester Oper “Ai-en” as Solistin auf der Opernbühne des Neuen Nationaltheaters in Tokyo. Die Presse war voll des Lobes für diese neuartige Darstellung des Instruments. Die China-Tour des “Swiss Jazz Quintetts” (Pierre Favre, drums; Frank Kroll, sax; Philipp Schaufelberger, guitar and Bänz Oester, double-bass) kulminierte im Schlusskonzert von “Jazzy Shanghai ‘06”: Yang Jing bewies, dass die Pipa in ihren Händen auch ein veritables Jazzinstrument ist. Im September 2006 demonstrierte sie in Seminaren und Workshops an der Musikhoch-schule Zürich, wie nah die klassische chinesische Musik der kontemporären westlichen ist. Den Abschlussbeweis lieferte das Schlusskonzert der Studienwoche in der Tonhalle Zürich, wo sie mit dem Collegium Novum die Komposition des Wahlgenfers Wen Deqing "Spring, River and Flowers on a Moonlit Night" zur Premiere brachte. Ihr grosses Verdienst aber ist es, der Pipa den gebührenden Platz unter den Soloinstrumenten wiederzugeben, den dieses Instrument schon vor tausend Jahren in China hatte. Yang Jings Musik wurzelt, wie die Pipa selbst, in den chromatischen Harmonien der Tang Dynastie vor über tausend Jahren. Das Studium der ältesten Manuskripte aus dieser Blütezeit der chinesischen Kultur schufen in ihr ein Musikverständnis für die Gegenwart, mit deren neueren Harmonien sie sich in ihren Kompositionen ständig auseinandersetzt. So schafft sie musikalische Ausdrucksformen, die die Grenzen der klassischen Musik in jedem Sinne überschreiten. Dass diesen Errungenschaften ihre musikalische wie technische Virtuosität zugrunde liegt, bezeugen Kritiker und Publikum gleichermassen.



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