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Klavierquartett

Reutlingen, Studio der WPR

„Leider nicht von mir!“ bemerkte Arnold Schönberg in Bezug auf den ausladenden Kopfsatz des ersten von drei Klavierquartetten von Johannes Brahms. Mit dem Werk, das mit einem zündenden Rondo alla zingarese abschließt, hatte sich der Hanseat 1862 als Komponist und Pianist in der Donaumetropole Wien vorgestellt. Eine kluge, wohlkalkulierte Wahl, wusste er doch um die Begeisterung der Wiener für „Zigeunermusik“! Im Hause des Brahms-Freundes Theodor Billroth – und unter dem Eindruck von Brahms’ Vorbildern komponiert – wurde viele Jahre später 1878 vermutlich das Klavierquartett des 16-jährigen Studenten Gustav Mahler (ur)aufgeführt, von dem nur der erste Satz erhalten ist: das einzige Dokument von Mahlers kammermusikalischem Schaffen überhaupt.

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