Und, wie groß ist der Respekt vor so einem Konzert?
„Groß! Wenn der Name Mahler fällt, wissen wir im Büro sofort: Jetzt müssen alle anpacken. Da schluckt man im ersten Moment erst mal kurz, denn das bedeutet harte Arbeit. Neben unserem Orchester kommen zwei Chöre und Solistinnen dazu – am Ende müssen wir weit über 150 Leute koordinieren. Aber genau für diese großen Abende machen wir das ja.“
Stimmt es, dass Musiker extra hinter der Bühne platziert werden?
„Ja, das ist logistisch echt knifflig. Mahler wollte ein 'Fernorchester'. Das heißt, ein paar Blechbläser und Schlagzeuger spielen tatsächlich im Hintergrund, um einen weiten, räumlichen Klang zu erzeugen. Das mit der Dirigentin im Saal sauber zu timen, ist echte Maßarbeit, weil der direkte Sichtkontakt fehlt.“
Was ist die größte Nuss, die ihr bei der Planung knacken müsst?
„Der Platz. Wir müssen jeden Zentimeter in der Stadthalle clever nutzen, vom Backstage-Bereich für die vielen Chorsänger bis zur Bühne für das riesige Schlagwerk. Es ist wie Tetris für Fortgeschrittene. Aber wenn am Ende der Applaus losbricht, ist der Stress sofort vergessen.“
Vielen Dank, lieber Nikolas und lieber Frank aus dem künstlerischen Betriebsbüro, für diesen Einblick in eure Arbeit!