Ein Abend für echte Teilhabe
Am 17. Februar 2026 wird das Studio der WPR Schauplatz eines außergewöhnlichen Experiments. Unter dem Namen „KlangBrücken“ bringen wir gemeinsam mit der Band City in the Galaxy (Kulturwerkstatt Reutlingen) ein Programm auf die Bühne, das zeigt: Gute Musik braucht keine Barrieren. Begleitet wird das Projekt von der Initiative „Hier klingt’s mir gut“.

„Zwei Welten treffen aufeinander“
Dass dieses Projekt mehr ist als nur ein gemeinsames Konzert, zeigen die Stimmen der Bandmitglieder von City in the Galaxy. In einem Vorab-Interview haben uns Volker, Attila und Roman von ihren Erwartungen erzählt.
Sänger Volker, der normalerweise in einer Metal-Band singt und sich selbst als „Rampensau“ bezeichnet, ist gespannt auf die Dynamik: „Zwei Welten treffen aufeinander, das ist total spannend. Man muss sich gut abstimmen, damit das Zusammenspiel klappt.“ Dass die Philharmoniker im Alltag ganz „normale Menschen“ ohne Frack und edle Kleider sind, hat ihn positiv überrascht.
Attila, der Orchesterklänge vor allem aus Filmen und Videospielen faszinierend findet, sieht in der Zusammenarbeit auch eine Herausforderung: „Wir brauchen Halt und Orientierung, damit das kein Durcheinander wird. Aber mit gemeinsamen Proben wird das bestimmt klappen!“

Gänsehaut beim ersten Kennenlernen
Das geplante Meet & Greet hat bereits stattgefunden und die Erwartungen bei weitem übertroffen. Die Bandmitglieder sowie Vertreter der Kulturwerkstatt besuchten eine Probe für unser Neujahrskonzert und waren sichtlich bewegt von der Wucht des Live-Orchesters. Statt lauter Worte herrschte staunende Stille, unterbrochen von begeistertem Flüstern: „Das ist so toll!“ und ein leises, ehrfurchtsvolles „Mega geil!“ begleiteten die Klänge der WPR.
Besonders in der Pause wurde deutlich, wie schnell Musik Barrieren abbaut. Berührungsängste? Fehlanzeige. Unsere Musikerinnen und Musiker kamen sofort ins Gespräch mit ihren Gästen. Es wurde gelacht, gefachsimpelt und sogar das ein oder andere Instrument ausprobiert. Ein besonderes Highlight: Unser Schlagzeuger entführte den Drummer von City in the Galaxy kurzerhand ins Schlagzeuglager, um gemeinsam die verschiedenen Becken und das Equipment zu inspizieren – ein fachlicher Austausch unter Kollegen, ganz ohne Berührungsängste.

Voneinander lernen auf Augenhöhe
„Schön ist, dass wir uns erst mal kennenlernen und reden konnten. So schauen wir, ob die Chemie passt – und andersrum lernen uns die Philharmoniker ja genauso kennen“, resümiert Volker den Besuch. Auch Roman freut sich schlicht auf die Gemeinschaft und hat bereits seine Freunde aus dem Kaffeehäusle zum Konzert eingeladen.

Bei „KlangBrücken“ steht die Begegnung auf Augenhöhe im Mittelpunkt. Während die Bandmitglieder in die Welt der klassischen Instrumente eintauchen, lernt das Orchester von der unbändigen Spielfreude der Band. Gemeinsam wollen wir Barrieren abbauen und neue Begegnungen ermöglichen, die für alle offen sind.
Kommen Sie vorbei und bauen Sie mit uns KlangBrücken!